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Das Online-Magazin der Angestellten Schweiz

Life Design – mit kleinen Veränderungen zu einem zufriedeneren Leben

Jeden Tag nerven uns unzählige Dinge und manchmal würden wir am liebsten alles hinschmeissen. Aber ein ganz neues Leben anzufangen ist für die meisten doch ein zu grosser Schritt. Es ist auch gar nicht nötig, du wirst auch mit vielen kleinen Veränderungen wesentlich glücklicher – und gehst dabei erst noch kein Risiko ein. Mit Life Design ist es ganz einfach!

Der Handywecker klingelt mit zunehmender Lautstärke. Entnervt greiftst du zum Smartphone und stellst das Klingeln aus. Wo du das Telefon schon in der Hand hast, öffnest du das Mail und checkst, ob Teamkollege Thomas dein Mail von gestern Abend beantwortet hat. Natürlich nicht! Du regst dich auf und steigst mürrisch aus dem Bett. Auf dem Weg zum Badezimmer liest du ein Mail einer Kundin aus den USA. Unerfreulich! Jetzt hast du richtig schlechte Laune, bevor der Tag richtig begonnen hat.

Ärgern wirst du dich heute noch viele Male – über wichtige und weniger wichtige Dinge. Aber hast du dir schon mal überlegt, was sich ändern müsste, damit sich deine Laune im Alltag hebt?

Oft braucht es nur kleine Veränderungen für ein zufriedeneres Leben. Die Kunst ist allerdings zu erkennen, wo diese notwendig sind und was du auf welche Art verändern müsstest. Zudem soll die Veränderung die gewünschte Wirkung auch wirklich erzielen und nachhaltig sein. Zum Glück gibt es eine Methode, mit der dir das gelingt: Life Design.

Dein eigenes Leben designen

Life Design basiert auf dem Konzept des Design Thinking und wurde an der Universität Stanford entwickelt. Dort ist es eines der beliebtesten Angebote. Im Design Thinking geht es darum, die Innovation voranzutreiben und Produkte oder Dienstleistungen so zu entwickeln und zu designen, dass sie die Bedürfnisse der Nutzer*innen optimal abdecken.

Aber ist das auch für das eigene Leben anwendbar und sinnvoll? «Design Thinking ist ein Weg, um Probleme zu lösen», sagt Rachel Manetsch, Gründungsmitglied des Kursanbieters FocusFuture und dort für das Thema Community zuständig. (Auch die Angestellten Schweiz haben einen Kurs von FocusFuture im Angebot, siehe Kasten.) «Es geht im Design Thinking um empathisches Zuhören, um Prototypen, um Reflektion», erklärt Rachel Manetsch weiter. «Der Nutzer steht immer im Mittelpunkt. Darum kann Design Thinking sehr gut auch auf das eigene Leben angewendet werden.»

Schlechte zu guten Routinen machen

«Viele Menschen realisieren irgendwann im Leben, oft so wenn sie um die 50 sind, dass sie bis zur Pensionierung oder darüber hinaus weitermachen müssen wie bisher. Der Traum eines Ausstiegs, zum Beispiel um eine Farm in Kanada aufzubauen, wird immer unrealistischer», weiss Rachel Manetsch. «Sehr realistisch sind hingegen kleine Veränderungen in den eigenen vier Wänden, im eigenen sozialen Umfeld. Man muss nicht sein Leben auf den Kopf stellen, um happy zu sein. Eine gute Routine gibt Menschen Resilienz und Stärke.» Es geht also darum, schlechte Routinen zu guten Routinen zu machen.

Du kannst zum Beispiel deine Morgenroutine ändern, damit du dich nicht als Erstes über Mails ärgern musst. Kauf dir einen Wecker, der dich statt dem Telefon sanft mit Musik weckt. Nimm das Handy erst in die Hand, nachdem du dein Frühstück genossen hast. Oder noch besser: sperre deine Mails bis 10 Uhr.

Ausprobieren und optimieren

Genau auf diese Art von Lösungen hin arbeitet FocusFuture in seinen Workshops. Probleme werden eruiert und danach gewichtet, wie viel Energie sie fressen. Dann können sie eliminiert werden. Gemäss dem Design-Thinking-Ansatz geschieht dies über Prototypen. Das heisst, du probierst eine Lösung aus, und wenn sie nicht zufriedenstellend ist, probierst du es halt mit einer anderen. Hast du einen gut funktionierenden Prototyp gefunden, kannst du diesen laufend optimieren, bis er optimal ist.

In der ersten Phase dürfen die Ideen auch verrückt sein. Vielleicht willst du am liebsten mit dem Flugzeug auf eine einsame Insel fliegen und nach einem ausgiebigen Tauchgang das Frühstück am Strand einnehmen, um den Tag gut beginnen zu können. «So etwas muss dann im Prozess auf realistische Möglichkeiten heruntergebrochen werden», erklärt Rachel Manetsch. Wichtig ist, dass die Prototypen einfach und rasch umsetzbar sind.

Die Form des Workshops hat für dich den Vorteil, dass nicht nur du selber Lösungen finden musst, sondern dass du von den Ideen der anderen Teilnehmenden profitieren kannst. Die «Kraft der Community» nennt Rachel Manetsch diesen Effekt.

Für alle Lebenslagen

Life Design empfiehlt sich für alle Menschen, die Lust haben, ihr Leben zu verändern und sich dabei mit anderen auszutauschen – in allen Lebenslagen. Besonders hilfreich ist sie, wenn du in deinem Leben an einer grossen Schnittstelle stehst. Wenn du zum Beispiel vom Studium ins Berufsleben wechselst, vom Mutterschaftsurlaub zurück zur Arbeit kehrst oder vor der Pensionierung stehst.

Mit Life Design nimmst du dein Leben in die Hand, oder, wie es Rachel Manetsch anschaulich sagt: du «wechselst vom Beifahrersitz in den Fahrersitz deines eigenen Lebens».

Hansjörg Schmid

Montag, 14. Feb 2022

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Online-Kurs, 5. und 7. April, je 8:30 - 12:00 Uhr

Zur Person Rachel Manetsch

Rachel Manetsch entwickelt als Creative Director seit vielen Jahren Marketing-Konzepte, digitale und hybride Unterrichtsformate, Trainings, Workshops und Vorträge. Inspiration und Ideen holt sie sich aus der Zeit als Improvisations-Schauspielerin und Journalistin. Mit FocusFuture möchte sie Menschen dazu anregen, auch für die späteren Lebensjahre eine sinnerfüllte Beschäftigung zu finden, da sich dies erwiesenermassen positiv auf die mentale und körperliche Gesundheit auswirkt.