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Das Online-Magazin der Angestellten Schweiz

MULTI-Rechtsschutz auch für Internet

Cybermobbing – virtuelle Schikane mit realen Folgen

Mobbing tritt immer häufiger im Internet auf. Lesen Sie, wie Coop Rechtsschutz, Partner der Angestellten Schweiz bei der Multi-Rechtsschutzversicherung, Betroffene unterstützt.

Gelästert und gepöbelt wird leider schon seit Menschengedenken. Aber selbstverständlich ist nicht jede Lästerei sofort mit Mobbing gleichzusetzen. Das gilt auch für Diffamierungen im Internet. Es bedarf einer gewissen Regelmässigkeit bzw. Systematik, damit tatsächlich von Mobbing gesprochen werden kann. Coop Rechtsschutz kümmert sich jedoch nicht um Definitionen, sondern um eine schnelle und unbürokratische Unterstützung. Ziel ist es, eine Eskalation der Schikane zu verhindern und den Betroffenen so rasch wie möglich zu helfen.

Mobbing kann an zahlreichen Orten stattfinden. Am Arbeitsplatz, im Altersheim, im Sportverein oder im Internet – insbesondere aber via Social Media. Facebook, Youtube und ähnliche Plattformen verleihen der ganzen Problematik eine neue Dimension und Dynamik. Persönliche Differenzen und Diffamierungen werden vor einem (Online-)Publikum ausgetragen, dessen Grösse kaum eingeschätzt werden kann. Das hinterlässt Spuren, nicht nur digitale.

Coop Rechtsschutz erreichen vermehrt Fälle von betroffenen Personen, welche über Social Media Plattformen gemobbt werden. Sei es mit Fotos, Fotomontagen, Drohungen, Beschimpfungen oder der Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen. Eine perfide Mobbing-Methode ist auch der virtuelle Identitätsdiebstahl. Als Identitätsdiebstahl, oder treffender Identitätsmissbrauch, wird die missbräuchliche Nutzung von persönlichen Daten (der Identität) einer fremden Person bezeichnet. Dabei werden unter dem Namen der betroffenen Person Geschäfte getätigt oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen begangen. Studien berichten von einer jährlichen Zunahme solcher Delikte um 40%. Die Folgen von Mobbing jedwelcher Art sind für die Gesundheit und die private sowie berufliche Situation gravierend – und sich zu wehren ist nicht immer einfach.

So hilft Coop Rechtsschutz auf dem steinigen Rechtsweg

Während es für betroffene Jugendliche Unterstützung von der Schule oder spezialisierten Fachstellen gibt, bleibt Erwachsenen meist nur der Rechtsweg. Dieser ist bisweilen steinig. Ein „Cybermobbing-Gesetz“ gibt es nicht. Trotzdem bewegen wir uns nicht im rechtsfreien Raum. Sowohl Strafrecht als auch Zivilrecht schützen vor Persönlichkeitsrechtsverletzungen. Bei anonymen Angriffen ist eine Rechtsschutzversicherung jedoch auf die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, damit der Täter überhaupt identifiziert werden kann. Coop Rechtsschutz unterstützt Betroffene bei der Strafanzeige und prüft vorab deren Erfolgsaussichten. Ist etwa der Tatbestand der Beschimpfung (Art. 177 StGB) oder der üblichen Nachrede erfüllt (Art. 173 StGB)? Hat sich der Täter des Hackings (Art. 143bis StGB) strafbar gemacht oder liegt ein Fall von unbefugter Datenbeschaffung (Art. 143 StGB) vor? Sofern einer oder mehrere Tatbestände erfüllt sein könnten, empfiehlt sich eine Strafanzeige. Dort wo der Täter bekannt und kein strafrechtlicher Tatbestand erfüllt ist, bietet sich auch eine zivilrechtliche Klage wegen Persönlichkeitsrechtverletzung an. Die entsprechende Bestimmung findet man in Artikel 28 ZGB.

Bevor es jedoch soweit kommt, reicht es oft, wenn die Rechtsschutzversicherung den Täter abmahnt und rechtliche Schritte androht. Darüber hinaus sollten derartige Social-Media-Einträge oder -Profile bei der entsprechenden Plattform als missbräuchlich „gemeldet“ werden. Coop Rechtsschutz hat die Erfahrung gemacht, dass Missbrauchsmeldungen ernst genommen werden und meist zur Löschung des Eintrag oder des Profils führen.

Sofern aussergerichtliche Schritte nicht den gewünschten Erfolg bringen, beschreitet Coop Rechtsschutz für die betroffene, versicherte Person den Rechtsweg. Mit einer Verurteilung des Täters, unabhängig ob straf- oder zivilrechtlich, verschwinden die diffamierenden Inhalte jedoch nicht ohne Weiteres aus dem Internet. Coop Rechtsschutz übernimmt deshalb zusätzlich die Kosten eines spezialisierten Dienstleisters für die Löschung persönlichkeitsverletzender Internetinhalte.

 

Ioannis Martinis, lic. iur., Mitglied des Kaders, Coop Rechtsschutz AG

Donnerstag, 01. Okt 2015

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