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Stand-up-Paddling – nicht so risikolos, wie man denkt

Es ist die Trendsportart dieses Sommers – Stand-up-Paddling. So harm- und mühelos, wie es aussieht, ist das Paddling aber nicht. Damit Ihnen kein Unglück auf dem Brett widerfährt, müssen Sie einige Dinge beachten.

Die Sonne lacht ungetrübt vom Himmel, das laue Lüftchen kräuselt das Wasser nur ganz leicht und sie gleiten majestätisch vorüber – die Stand-up-Paddler. Sieht ganz leicht aus, das muss man doch mal ausprobieren!

Bevor Sie ein Stand-up Paddle (kurz «SUP» genannt) mieten oder kaufen, lohnt es sich, sich schlau zu machen, wie Sie die Trendsportart Stand-up-Paddling sicher betreiben. Eine Verletzung möchten Sie ja schliesslich nicht riskieren.

Trend-up-Paddling ist Sport

Auch wenn die Boards mit wenigen Ruderschlägen wie von selber zu gleiten und die Menschen darauf fest und sicher zu stehen scheinen – ohne Anstrengung geht es nicht. Das Gleichgewicht will gehalten werden und schon kleine Wellen rütteln gehörig daran. Es braucht manchmal ordentlich Koordination, nicht vom Brett zu fallen – es ist aber ein hervorragendes Balance-Training.

Wie schnell man rudern möchte, kann man natürlich selbst bestimmen. Aber auch das Rudern strengt mehr an, als es von aussen aussehen mag. Dafür stärkt das Stand-Up-Paddling die Muskulatur in Rumpf, Rücken, Beinen und Bauch. Das Training auf dem SUP fördert zudem die Ausdauerfähigkeit und kann das Herz-Kreislaufsystem stärken.

Richtig vorbereitet und ausgerüstet ist gut geschützt

Im letzten Jahr verletzten sich gemäss der Suva nicht weniger als 500 Wassersportler beim Stand-up-Paddling. Die meisten durch Stürze vom Brett, wobei sie sich Verrenkungen, Verstauchungen, Zerrungen und Meniskusverletzungen zuzogen, aber auch offene Wunden. Darum lohnt es sich, nicht einfach loszupaddeln, sondern sich zuerst Kenntnisse anzueignen, am besten in einer Instruktion oder einem Kurs.

Dass Sie schwimmen können müssen, wenn Sie aufs SUP wollen, versteht sich von selbst. Wenn Sie dies nicht so gut können, ziehen Sie eine Schwimmweste an – ab 300 Metern Uferdistanz ist eine solche sogar obligatorisch! Wenn Sie in diesem Fall keine mitführen, riskieren Sie eine Busse von 50 Franken.

Auf dem SUP haben Sie keinen Vortritt gegenüber Kurs-, Güter- und Segelschiffen sowie Booten von Berufsfischern. Ansonsten gilt Rechtsvortritt.

Bei Nebel, Dämmerung und in der Nacht müssen Sie ein Rundumlicht dabeihaben. Eine Promillegrenze gibt es auf dem Brett nicht. Aber logischerweise müssen Sie sich in fahrtüchtigem Zustand befinden.

Wappnen Sie sich für Wind, Regen und Sonne

Beim Stand-up-Paddeln spielt das Wetter eine wichtigere Rolle als bei anderen Sportarten. Wenn Sturm oder gar Gewitter aufziehen, müssen Sie sofort an Land. Am besten konsultieren Sie den Wetterbericht und den Regenradar, bevor Sie lospaddeln. Können Sie wegen der Wellen das Gleichgewicht nicht mehr halten, gehen Sie auf die Knie und paddeln so an Land – das ist immer noch viel angenehmer als zu schwimmen und das Board nachzuziehen.

Bei kühlem Wasser und Wetter ist ein Neopren-Anzug angebracht. Der hält Sie warm, auch wenn Sie mehrfach ins Wasser fallen. Scheint die Sonne, müssen Sie sich unbedingt gut eincremen (wasserfeste Sonnencrème). Das Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen, was die Gefahr eines Sonnenbrands deutlich erhöht. Wichtig: Schützen Sie auch die Augen mit einer Sonnenbrille, auch sie können Sonnenbrand bekommen und Schäden davontragen.

Nun steht Ihnen nichts mehr im Wege – hinein ins Vergnügen!

Hansjörg Schmid

Samstag, 17. Jul 2021

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