JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Ohne JavaScript funktioniert die Website nicht korrekt.
Das Online-Magazin der Angestellten Schweiz

Das CO2-Gesetz als Treiber für Innovationen

Investitionen in den Klimaschutz zahlen sich aus – vielfach.

90 000 Milliarden Dollar – das ist die Summe, die gemäss einem Bericht der Uno weltweit bis 2030 in Infrastrukturen investiert werden sollte, wenn wir den Klimaschutz ernst nehmen. Gemäss dem gleichen Bericht entsteht aus jedem investierten Dollar ein Gewinn von 4 Dollar. Es ist also keine Frage, ob wir damit beginnen sollen, in den Klimaschutz zu investieren, es ist nur eine Frage, wie schnell wir damit beginnen.

Wichtiger erster Schritt

Für die Schweiz ist das CO2-Gesetz ein erster Schritt, damit die Schweizer Wirtschaft an diesem immensen Kuchen teilhaben kann. Der Schlüssel zu diesem Markt sind Innovationen für die Zukunft: Neue Technologien, die effizienter mit Energie umgehen und auch solche, die erneuerbare Energien zur Verfügung stellen. Das CO2-Gesetz kann zu einem wichtigen Treiber für Innovationen werden. Warum?  Energieeffiziente Produkte und Technologien, die in der Schweiz entwickelt werden, brauchen einen Markt. Wer sich mit Innovation befasst, weiss: ein Heimmarkt mit starker Nachfrage ist wichtig, um die Technologien der Zukunft zu entwickeln.

Werden Emissionen – wie das mit der Lenkungsabgabe im CO2-Gesetz geschieht – verteuert, setzt dies Anreize, damit die Käufer*innen effiziente, emissionsarme Technologien bevorzugen. So wird nicht nur unsere Volkswirtschaft effizienter, wir setzen auch Anreize für die Innovation. Denn wenn der Markt da ist, lohnt es sich für die Unternehmen, effizientere Produkte zu entwickeln und anzubieten. Setzen sich diese bei uns durch, haben sie auch eine Chance, am Weltmarkt teilzunehmen.

Tragbare Kosten

Mit Blick auf das Pariser Klimaabkommen ist das CO2 Gesetz natürlich zu wenig konsequent. Wir sind jedoch überzeugt, dass dieses Gesetz letztlich das enthält, was im Moment politisch umsetzbar ist.

Lenkungsabgaben, Treibstoffkompensation und Flugticketabgabe verlangen von Personen mit hohen Emissionen, dass sie ihre Verantwortung wahrnehmen und dafür die Kosten übernehmen. Gleichzeitig sind diese Kosten für die Durchschnittsbevölkerung absolut vertretbar. Ein besseres Klima darf uns doch 100 Franken pro Jahr und Familie wert sein! 

Weil Menschen mit hohem Einkommen in der Tendenz höhere Emissionen verursachen, belastet das Gesetz auch eher die reichen Leute und entlastet die ärmeren. Was aber für mich besonders im Vordergrund steht: Jede*r hat die Möglichkeit, durch eigene Entscheidungen die Kosten direkt zu reduzieren. Wer beispielsweise seine Heizkosten senkt, indem er weniger heizt, kann die Mehrkosten durch das Gesetz praktisch vollständig eliminieren.

Jobs der Zukunft sichern

Bertrand Piccard – weltweit bekannter Solarpionier und Ehrenpräsident des Wirtschaftsverbandes swisscleantech, pflegt zu sagen, dass effiziente Technologien nicht nur ökologisch seien, sondern eigentlich nur logisch – denn Ineffizienz zahlt sich auf die lange Frist nicht aus. Mit einem JA zum CO2 Gesetz schützen wir also nicht nur unser Klima, wir sichern auch die Jobs für die Wirtschaft von morgen.

Christian Zeyer, Geschäftsführer swisscleantech

Montag, 10. Mai 2021

Zurück zur Übersicht

Teilen:

Der Verband swisscleantech

swisscleantech vereint klimabewusste Unternehmen. Gemeinsam bewegen wir Politik und Gesellschaft für eine CO2-neutrale Schweiz. Wir sind Themenführer in Energie- und Klimapolitik und zeigen Lösungen für eine klimataugliche Wirtschaft auf. Der Verband zählt knapp 500 Mitglieder aus allen Branchen, darunter über 30 Verbände, unter anderem auch Angestellte Schweiz.

 

Möchten Sie als sich als Einzelpersonen für die Klimataugliche Wirtschaft einzusetzen? Werden Sie Mitglied der Friends of swisscleantech.