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Coaching: Was Unternehmen von Sportlern lernen können

In Zeiten wie diesen zeigt sich, wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Gleichzeitig sind Krisen wie die Coronavirus-Pandemie die effektivsten Trainings-Einheiten. Im Sport heisst es „Schwachstellen erkennen, neue Ziele setzen, weiter trainieren“. Coaching kennen wir alle aus dem Sport. Jede Spitzensportlerin, jeder Spitzensportler arbeitet mit Coaches, um ihre beziehungsweise seine Leistung zu steigern und im Wettkampf erfolgreich zu sein.

Die Geschäftswelt funktioniert auf den ersten Blick ganz anders.

Das Spielfeld ist die Stadt, die Region, das Land, der Kontinent oder die ganze Welt. Die Spielregeln werden vom Unternehmen definiert und sind heute agil. Die Werkzeuge, vergleichbar mit dem Tennisschläger oder Fussballschuh, sind Technologien, die sich in der digitalen Welt rasend schnell verändern. Die Spieler sind wie die Sportler auch nur Menschen und machen Fehler. Sie müssen ihre Fehler erkennen, dazu stehen und daraus lernen, Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen, sich neue Ziele setzen und ihre Ressourcen besser nutzen.

Doch was machen wir, wenn das trotz allem nicht die erhofften Resultate bringt oder wenn wir die Abzweigung zu einem anderen Weg nicht klar sehen? Was, wenn wir zu stark in unserem eigenen Weltbild gefangen sind?

Verbündete auf Zeit

Ein Sportler würde sich an seinen Coach wenden. Dieser erinnert ihn an die Ziele und ermutigt den Sportler, seine kostbaren Ressourcen bis zum letzten Prozent zu nutzen, ohne Wenn und Aber. In der Geschäftswelt, die komplexer ist als die meisten Sportarten, lohnt sich wegen der Schnelllebigkeit ein Coach als temporärer Begleiter noch mehr als im Sport. Ein Coach unterstützt beispielsweise den notwendigen Perspektivenwechsel, zeigt andere Wege in der Entscheidungsfindung und stellt sicher, dass die Ziele immer im Fokus bleiben, unabhängig von der aktuellen Wetterlage.

Coaches sind keine Ratgeber, sondern „Verbündete auf Zeit“. Sie setzen sich den Erfolg ihrer Kunden zum Ziel, ohne ihre eigene Lösung in den Vordergrund zu stellen, sonst wäre es ja das eigene Coaching. Der Kunde entwickelt seine individuelle Lösung selbstständig mit den Ressourcen und Möglichkeiten, die zu diesem Zeitpunkt verfügbar sind. Der Coach stellt nur Fragen, um diesen Prozess zu aktivieren und am Laufen zu halten, gibt aber keine Antworten.

Mit den Kunden-Antworten beginnt erst der Spass für den Coach. In jedem Kundengespräch gibt es unendlich viele Varianten zu entdecken, wie ein Problem gelöst oder ein Ziel erreicht werden kann. Oft überraschen die Lösungen den Coach genauso wie den Kunden.

Fazit: In stürmischen Zeiten zeigt sich schnell, wer das Spiel wirklich versteht oder nur spielt. Es geht nicht darum, alles zu können oder alles zu wissen. Es geht darum, agil zu sein und seine Ressourcen sinnvoll zu nutzen, um die Stürme zu meistern. So entstehen Lösungen, an die vorher keiner auch nur ansatzweise gedacht hat.

Regina Reinhardt

 

Montag, 23. Mär 2020

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Zur Autorin

Regina Reinhardt ist Intercultural C-Suite Coach.

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