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Das Online-Magazin der Angestellten Schweiz

Schweiz hat weltweit höchste Pro-Kopf-Ausgaben für IT und Telekom

Pro Einwohner werden in der Schweiz umgerechnet fast 3‘000 Euro für ITC ausgegeben. In unserem Nachbarland Deutschland sind es gerade mal halb so viel. Diese Zahlen hat der Branchenverband Bitkom im Umfeld der Computermesse CeBit in Hannover publiziert. Die Schweiz war dieses Jahr Partnerland an der weltweit grössten Messe für Informationstechnik.

„Die Pro-Kopf-Ausgaben für IT-Produkte und Telekommunikation sind ein wichtiger Indikator für die Digitalisierung einer Volkswirtschaft und für die digitale Ausstattung von Privathaushalten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die Zahlen belegen, mit welchem Nachdruck Politik und Wirtschaft in der Schweiz die Digitalisierung vorantreiben. Uhren und Schokolade sind das Schweizer Klischee, Spitzenplätze in den internationalen Digital-Rankings sind die Realität.“

Die Digitalisierung nimmt also zwar weltweit Fahrt auf,  aber längst nicht überall scheint die Wirtschaft dafür schon bereit zu sein.

Digitalisierung mit unterschiedlichen Folgen

Nicht alle Unternehmen haben Freude am digitalen Wandel.  Vier von zehn Unternehmen in Deutschland haben bereits neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht. Dagegen hat jedes achte Unternehmen wegen des digitalen Wandels Waren oder Dienste vom Markt nehmen müssen. So oder so: Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen geben an, dass die Digitalisierung ihr Geschäftsmodell verändert, und die meisten Manager haben die Herausforderungen inzwischen auch erkannt. Viele von ihnen setzen den digitalen Wandel in der Liste der aktuellen Herausforderungen gleich hinter die Sicherung des Fachkräftebedarfs. Lediglich drei Prozent sagen, dass die Digitalisierung keinen Einfluss auf ihr Unternehmen hat.

Ein Viertel ohne Digitalstrategie

Erstaunlich ist auch die Zahl der freiwilligen„Offliner“: Mehr als ein Viertel der Unternehmen sind gemäss der Bitkom-Studie nur ungenügend  auf den digitalen Wandel vorbereitet und besitzen keine Strategie dazu, wie sie den Schritt in die digitale Zukunft vollziehen wollen, geschweige denn darüber, wie sie mit der Entwicklung überhaupt Schritt halten wollen. „Die Firmen brauchen für die Digitalisierung einen strategischen Ansatz und eine Verankerung in der Unternehmensspitze“, sagt Bitkom-Präsident Thorsten Dirks.

Fax noch immer vor Facebook

Das Tempo der Digitalisierung ist hoch, nicht alle können oder wollen mithalten. So hat eine weitere Studie der Bitkom da und dort für Schmunzeln gesorgt und wurde auf den sozialen Plattformen scherzhaft mit „Digitalisierung 0.4“ kommentiert. Laut Bitkom nutzen nämlich acht von zehn deutschen Unternehmen häufig noch das Faxgerät zur internen oder externen Kommunikation. Nur halb so viele setzen Online- oder Videokonferenzen ein und sogar nur 15 Prozent Soziale Netzwerke. Zudem geben nur knapp die Hälfte der Unternehmen an, über die erforderlichen Mitarbeiter im Unternehmen zu verfügen, die nötig wären, um die Digitalisierung voranzutreiben. Die Digitalisierung nimmt wohl Fahrt auf – lange nicht alle Unternehmen aber springen auch auf den fahrenden Zug auf.

 

Flavien Allenspach

Donnerstag, 31. Mär 2016

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