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„Nun muss mehr kontrolliert werden“

Nach langem Hin und Her um die Arbeitszeiterfassung hat der Bundesrat im Februar einen Verordnungsentwurf vorgelegt. Christof Burkard, stellvertretender Geschäftsführer der Angestellten Schweiz, sagt im Interview was er von der Verordnung hält.

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Der Bundesrat will die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung lockern. Glücklich?

Christof Burkard: Glücklich bin ich nicht, die Angestellten Schweiz sind für die lückenlose Erfassung der Arbeitszeit. Der Bundesrat hat im Februar einen Verordnungsentwurf vorgelegt, um klare Verhältnisse zu schaffen. Gewisse Branchen haben die Arbeitszeit systematisch nicht erfasst und die Arbeitsinspektorate haben sie nicht kontrolliert.

Gemäss dem Vorschlag des Bundesrates sollen künftig Angestellte mit einem fixen Jahreseinkommen ab 120 000.-, mit grosser Zeitautonomie und unter der Voraussetzung eines GAV ganz auf Ein- und Ausstempeln verzichten können. Ist der Betrag nicht zu tief angesetzt?

Wir denken, dass aus Gründen der inneren Logik besser ein anderer Wert gewählt worden wäre. Die Grenze des im Unfallversicherungsgesetz maximal versicherten Lohnes von Fr. 126‘000.--  hätte auf der Hand gelegen. Grundsätzlich gilt für die Angestellten Schweiz: Je höher desto besser.

Wird die Verordnung nun umgesetzt, haben wir klare rechtliche Verhältnisse. Fordern Sie nun eine erhöhte Kontrolltätigkeit der Arbeitsinspektorate?

Ja, es muss mehr kontrolliert werden. Wir dürfen da nicht kapitulieren. Die Burnoutstatistiken sprechen eine deutliche Sprache. Wir müssen die Menschen wieder vermehrt vor der Arbeit schützen.  

Interview: Reto Liniger

Dienstag, 30. Jun 2015

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