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Das Online-Magazin der Angestellten Schweiz

Mit Innovation den Auswirkungen des starken Frankens trotzen

Der Druck des starken Frankens hat auch zu Beginn des neuen Jahres nicht nachgelassen. Mit Investitionen in Innovationen können Unternehmen diesen Druck etwas abfedern. Die Kommission für Technologie und Innovation spielt dabei eine Schlüsselrolle, indem sie Innovationen finanziell unterstützt. Was im Jahr 2011 bereits erfolgreich funktioniert hat, soll nun wieder eingesetzt und verstärkt werden

Auch ein Jahr nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses bleibt der starke Franken für viele Schweizer Industrie-Unternehmen eine grosse Herausforderung. Für die Angestellten Schweiz ist Innovation eines der besten Mittel, um dieser schwierigen Situation zu begegnen. Die Arbeitnehmerorganisation hat den Unternehmen bereits mehrmals empfohlen, den Zug der Innovation nicht zu verpassen und sich auf die Industrie 4.0 vorzubereiten. Doch wie soll man in die Zukunft investieren, wenn die Margen ständig kleiner werden und das Überleben der Unternehmung auf dem Spiel steht?

Die KTI – Unterstützung im Kampf gegen den starken Franken

Der Bund bietet eine wichtige Unterstützung – sei es finanzieller oder auch organisatorischer Art. Dafür wurde die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) ins Leben gerufen. Sie soll den Wissenstransfer zwischen öffentlicher Forschung und  den Unternehmen begünstigen und so die Innovation ankurbeln. Die KTI baut so eine Brücke zwischen Forschung und Markt und erlaubt es damit, innovative Ideen in marktgerechte Lösungen zu verwandeln. Damit erhalten viele Unternehmen Möglichkeiten wettbewerbsfähig zu bleiben und so wirtschaftlichen Herausforderungen besser zu begegnen.

Bereits im Herbst 2011 hat die KTI ihre Unterstützung unter Beweis stellen können. Damals wurde unter anderem ein Kredit von 100 Millionen Franken für die Förderung von Innovation eingesetzt. Dank diesem Geld konnten etliche Projekte in der Mikro-Elektronik, der Nano-Technologie, der Materialtechnologie und anderen Bereichen der Ingenieurswissenschaften entwickelt werden. So konnten beispielsweise ein Projekt zur Entwicklung von Solarzellen der Hochschule Tessin oder auch ein Projekt der Fachhochschule Westschweiz im Bereich der Roboterprogrammierung unterstützt werden.

Noch ungenügende Mittel

Die zur Verfügung stehenden Mittel wurden im Jahr 2011 sehr schnell ausgeschöpft und viele Gesuche konnten seinerzeit nicht mal mehr geprüft werden. Von den eingegangen 1050 Anträgen konnten nur gerade 245 bewilligt werden. Diese starke Nachfrage zeigt deutlich den Innovationswillen der Unternehmen. So gesehen könnte eine Aufstockung der Fördermittel der KTI derzeit durchaus angebracht sein.

Im  August 2015 hat der Bundesrat die exportorientierten KMU bei Innovationsprojekten vom Cash-Beitrag befreit und dem Parlament einen Nachtragskredit von 20 Mio. Franken beantragt. Damit hat der Bundesrat zwar einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, für die Angestellten Schweiz ist das alles aber noch ungenügend. « In die Innovation investieren – das ist ein Garant für Wohlstandssicherung », sagt Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz. Zusätzliche Mittel sollten deshalb zur Verfügung gestellt werden, damit innovative Ideen unterstützt werden können und so die Zukunft der Schweizer Industrie gesichert wird.

 

 Virginie Jaquet 

Donnerstag, 28. Jan 2016

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Aktuell

Der Bundesrat hat am 17. Februar entschieden, Sondermassnahmen im Umfang von 61 Millionen Franken zur Förderung der Innovation einzusetzen. Mit den Mitteln sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden. Mehr Infos finden Sie hier.

Aus KTI wird Innosuisse

Derzeit debattieren die eidgenössischen Räte über das Bundesgesetz über die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse). Mit der Vorlage soll die gesetzliche Grundlage zur Umwandlung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) in eine öffentlich-rechtliche Anstalt geschaffen werden.

 

Lesen Sie die Position der Angestellten Schweiz zu dieser Gesetzesvorlage