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Kollektive Intelligenz als Erfolgsfaktor

Für Unternehmen sind leistungsfähige und motivierte Mitarbeitende ein Schlüssel zum Erfolg. In ihrem Team von Mitarbeitenden vereint das Unternehmen verschiedenste Kompetenzen und Persönlichkeiten. Wie kann man die Vielfalt des Teams für den Unternehmenserfolg nutzen? Indem man die kollektive (gemeinsame) Intelligenz von Gruppen fruchtbar macht. Erfahre in diesem Beitrag, wie das geht.

Roter, gelber, grüner oder blauer Typ: Jede*r hat eine eigene Persönlichkeit und eine eigene Art zu arbeiten. In unserem Artikel „Wie tickst du bei der Arbeit?“ geben wir dir Tipps, wie du deine Stärken ausspielst und besser mit deinen Arbeitskolleg*innen zusammenarbeitest. Für Arbeitgeber ist es wichtig, die Stärken und Schwächen jeder und jedes Mitarbeitenden zu kennen. Noch wichtiger ist es, das Potenzial aller Einzelnen zu bündeln und so eine kollektive, eine gemeinsame Intelligenz zu entwickeln. Oft wird dafür auch der Begriff Schwarmintelligenz verwendet.

Ein «Wir» schaffen

Der Ausbilder und Coach Yvan Constantin erklärt in einem Interview auf dem KMU-Portal die kollektive Intelligenz so: „Damit ist die Fähigkeit gemeint, aus jedem Mitarbeiter das Beste herauszuholen, indem der Austausch von Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen rund um ein gemeinsames Problem oder zugunsten einer effizienten Organisation angeregt wird.“ Er fährt fort: „Es handelt sich also um einen Prozess der Vernetzung, bei dem alle Energien zum Fliessen gebracht werden, sodass man von einer Gegenüberstellung einzelner Personen zu einem kollektiven "Wir" gelangt, das für ein gemeinsames Ziel eintritt.“ Nicht das Wissen oder die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeitenden sind also wichtig, sondern die Vernetzung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten.

Die Kommunikation und der Austausch von Informationen innerhalb des Teams sind zentral, wenn kollektive Intelligenz umgesetzt wird. Der Arbeitgeber trägt dazu bei, indem er die Transparenz in seinem Unternehmen und manchmal auch ausserhalb des Unternehmens fördert. Denn kollektive Intelligenz kann auch bedeuten, dass externe mit internen Kompetenzen verknüpft werden. Um dies zu erreichen, sind kollaborative Plattformen (elektronische Werkzeuge zur Zusammenarbeit) hilfreich. Bei Projekten müssen nützliche Dokumente dem gesamten Team zur Verfügung gestellt werden.

Vertrauen schenken

Die Rolle der Manager besteht nicht mehr darin, Befehle zu erteilen, sondern ein Ziel zu setzen und dem Team zuzutrauen, es zu erreichen. Wichtig für Yvan Constantin ist auch das Recht, Fehler zu machen, um die Kreativität nicht zu unterbinden. Ebenso seien Meinungen anzuhören, ohne zu urteilen und regelmässig Rückmeldungen zu geben.

Die kollektive Intelligenz zu fördern, bedeutet jedoch mehr, als nur Vertrauen zu schenken. Manager übertragen den Mitarbeitenden Selbstbestimmung und Verantwortung. Bei einem Projekt besteht die Rolle des Managers darin, das Ziel festzulegen und einen Rahmen sowie wenige Regeln zu definieren. Ansonsten liegt es am Team, seine unterschiedlichen Fähigkeiten so einzusetzen, dass das Ziel erreicht wird.

Vom Kleinunternehmen bis zum internationalen Konzern

Kollektive Intelligenz kann überall eingesetzt werden: Die Grösse eines Unternehmens oder die Branche, in der es tätig ist, spielen keine Rolle. Und auch die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt kein Hindernis dar, ganz im Gegenteil. Technische Werkzeuge können sogar das Wissen eines Teams vernetzen und dessen Kompetenzen fördern.

Der beste Ausgangspunkt zur Nutzung der kollektiven Intelligenz sind Manager*innen, die gerne Farben mischen und die Fähigkeiten der gelben, roten, blauen und grünen Arbeitstypen fruchtbar machen.

Virginie Jaquet

Dienstag, 28. Jun 2022

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